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Über Handys am Steuer & Sitzerhöhungen (Kooperation/Werbung+Gewinnspiel)

ÜBER HANDYS AM STEUER & SITZERHÖHUNGEN    (Kooperation/Werbung + Gewinnspiel)

Mir gelingt das schon alleine deshalb nicht, weil ich mein Handy als Navigationsgerät in einer Halterung nutze. Da ist es sehr verführerisch an einer roten Ampel schnell den Posteingang zu checken oder eine Whatsapp-Nachricht zu lesen, vielleicht sogar zu beantworten.

Warum riskieren so viele Mütter und Väter täglich einen Unfall, wo sie doch sonst so bedacht sind auf die Sicherheit der Kinder? Warum unterschätzen wir das hohe Risiko, das entsteht,  wenn wir uns nicht voll und ganz auf die Straße und den Verkehr konzentrieren?

Häufige Ursache für einen Autounfall: abgelenktes Fahren

1,8 Milliarden Kinder auf der Welt verlassen ihr Zuhause, um jeden Tag zur Schule zu gehen, aber 500 dieser Kinder kommen nicht zurück. Das sind 500 Eltern, die jeden Tag ein Kind verlieren.

Abgelenktes Fahren und Berühren des Mobiltelefons während der Fahrt ist eine der drei häufigsten Ursachen für Autounfälle weltweit.

Eine britische Mutter mit einer genialen Idee: Business mit Aufruf zur Sicherheit beim Fahren verbinden

Die zweifach-Mama Grainne Kelly, Gründerin der britischen Firma BubbleBum, hat die Kampagne #ILoveYouEnough gestartet, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Kinder rufen dabei in Videobotschaften die Eltern dazu auf, ihr Mobiltelefon am Steuer nicht zu benutzen und fragen ‚Do you love me enough?‘ Bis jetzt ist die Kampagne leider nur in Irland aktiv. Ich finde, dass wir so eine tolle Aktion auch in Deutschland gebrauchen könnten, wo abgelenkte Fahren kein Thema ist, über das offen und hinreichend gesprochen wird. Daher habe ich gerne einer Kooperation mit BubbleBum zugestimmt – der Firma, die die tolle Idee hatte aufblasbare Sitzerhöhungen für Kinder herzustellen, die alle Sicherheitsnormen erfüllen. Dazu eine Kampagne zu entwickeln, die zur Fahrsicherheit aufruft, finde ich fantastisch.

Eine aufblasbare Sitzerhöhung, die sicher ist und überall rein passt: der BubbleBum

Grainne Kellys Erfindung kommt für mich übrigens wie gerufen, denn ich fahre mit zwei Kindern nur einen kleinen Wagen. Für mein Auto konnte ich keine herkömmliche Sitzerhöhung finden, die noch zwischen beide Kindersitze passt. Meine Tochter ist jetzt 4,5 Jahre alt und da kommen die Mamis von den Kindergartenfreunden nicht mehr mit zur Nachmittagsverabredung. Wenn ich ein drittes Kind im Auto mitnehme, soll es aber auch bitte sicher sitzen.

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                  

Das garantiert mir der BubbleBum, bei dem sich die Gurte dank Rückhaltesystem an der richtigen Position gemäß aktueller EU-Richtlinien befinden (über Schoss und Schultern des Kindes).  Ab sofort fährt das kleine Platzwunder in meinem Handschuhfach mit, denn wenn es nicht gebraucht wird – Luft raus, flach zusammen falten und weg ist es.

 

 

 

 

Auch sehr praktisch für Reisen in Mietautos, Taxis etc., denn der BubbleBum passt auch in die Handtasche oder den Rucksack. Eine tolle Geschenkidee für Großeltern oder eine sehr nützliche Hilfe für Tagesmütter, die vielleicht mal spontan oder nur gelegentlich ein Kind im Auto mitnehmen müssen. Der BubbleBum ist für Kinder zwischen 4 und 11 Jahren geeignet.

Wer möchte einen BubbleBum gewinnen?

Erhältlich ist der BubbleBum in Schwarz, Pink, Grün oder anderen fröhlichen Designs u.a. auf www.bubblebum.com. Als London-Fan hat sich meine Tochter den Sitz mit der britische Flagge ausgesucht und würde am liebsten selbst jeden Tag auf ihm sitzen und damit fahren (habt ihr schon meinen Blogbeitrag über London mit einer Vierjährigen in 50 Stunden gelesen?) . Gut, dass jetzt die Sommerferien beginnen und wir schon zwei Verabredungen haben, bei denen wir einen Kindergartenfreund im Auto mitnehmen. Bis dahin darf der Schmusehund auf dem BubbleBum mitfahren 😉

 

 

 

 

 

Wenn ihr einen BubbleBum gewinnen möchtet, dann kommentiert einfach diesen Beitrag und/oder den passenden Post bei Instagram und Facebook. Verlinkt auch gerne noch einen Freund, um eure Gewinnchance zu erhöhen. Ihr habt Zeit bis zum Mittwoch, den 01.August 2018. Dann erzählt doch mal ganz ehrlich wie ihr es haltet mit der Benutzung vom Handy beim Autofahren und ob ihr auch immer eine sichere Sitzerhöhung im Gepäck habt! Ich freue mich auf den Austausch!

Alle Richtlinien zum Gewinnspiel findet ihr hier.

 

Brücken bauen zwischen physischer und digitaler Welt: das kann die neue Kinderbuchreihe von discoverybooks (+ Gewinnspiel)

(Anzeige) Brücken bauen zwischen physischer und digitaler Welt:  das kann die neue Kinderbuchreihe von discoverybooks (+ Gewinnspiel!)

Meine Kinder und digitale Medien 

Das junge Startup-Unternehmen discoverybooks aus Graz hat meinen Kindern (4 & 1,5 Jahre) und mir eines seiner neuen Bücher zum Test zur Verfügung gestellt.

 

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn mein Mann und ich gehören eher zu der Sorte Eltern, die auf möglichst wenig Umgang der Kinder mit unseren Smartphones, Tablets und Computern Wert legen. Handy- oder Computerspiele gibt es bei uns nicht. Das höchste der Gefühle ist vielleicht mal etwas mit dem Finger malen oder Buchstaben tippen. Solange Lego und Co. noch interessant genug sind, warum dann mit dem digitalen Kram anfangen?
Bis jetzt sind wir gut damit klar gekommen. Selbst auf Flugreisen und während langen Autofahrten haben wir die Kinder mit ’normalen‘ Büchern und Spielsachen bei Laune halten können.

 

Trotzdem merken wir insbesondere bei unserem Sohn ein täglich zunehmendes Interesse an den Geräten. Manchmal ist es richtig schwierig ihn davon fern zu halten. Oft endet die Szene dann mit einem enttäuschten, quengeligen Kind.

 

Während ich mit meiner Tochter schon zu Babyzeiten sehr lange und intensiv Bücher anschauen konnte, so ist die Aufmerksamkeitsspanne meines kleinen Sohnes sehr gering. Wenn es nicht Sounds oder Klappen gibt, dann ist er ganz schnell weg von meinem Schoß und wendet sich anderen Dingen zu.

Die Bücherreihe Pauli & Friends – für Kinder jeden Alters und ganz frei von Schadstoffen

Die Produkte von discoverybooks garantieren hohen Spielwert und größtmögliche Sicherheit. Die Bücherreihe nennt sich „Pauli & Friends“. Pauli ist eine niedliche, neugierige Schildkröte – immer auf der Suche nach neuen Abenteuern.

 

Schöpfer ist der sympathische Illustrator Paulo Tosold aus Brasilien. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich hier.

 

 

 

 

Die Bücher sind wie ein Badebuch – robust, wasserfest, speichel- und schweißecht, gemäß der Internationalen Spielzeugrichtlinie nach der Norm EN71 getestet (alle Altersstufen), frei von BPA, PVC und Phthalaten, aus umweltfreundlichem, recycelbarem Material und in jeder Hinsicht geeignet für ein behutsames und verantwortungsvolles Heranführen von Kindern an die digitale Welt.

 

 

 

 

Ab 0 Monate:
Für alle Altersgruppen zertifiziert, kann es bedenkenlos auch für die Kleinsten verwendet werden.

Ab 4 Monate:
Zum ersten Wahrnehmen mit allen Sinnen, wie Ansehen, Greifen und Hineinbeißen.

Ab 18 Monate:
Schult die Erkennungsfähigkeit und den kindlichen Entdeckungsdrang durch sich in warmen Wasser verändernde Bilder.

Ab 24 Monate:
Das Buch lässt sich in bewegte 3D Ansichten verwandeln und Sprachinhalte können aufgenommen und wieder abgespielt werden. Ideal zum behutsamen und verantwortungsvollen Heranführen an die digitale Welt, können Eltern und Kinder gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise gehen.

Das Konzept – drei verschiedene Entdeckungsebenen 

Das Konzept der Kinderbuchreihe „Pauli & Friends“ basiert auf mehreren Entdeckungsebenen:

1. Wassereffekte

Alle Illustrationen wurden in mehreren Ebenen angefertigt und mit thermosensibler Farbe verarbeitet. Durch diese Technik verändern sich die Bilder in warmen Badewasser (ab 33 Grad). Die dunklen Flächen im Buch verschwinden, und es werden versteckte Tiere und Figuren sichtbar. Ich finde, dass dieses Badebuch eine willkommene Abwechslung im Spielzeugbereich für die Badewanne ist! Meine Kinder waren verblüfft über die Effekte und hatten großen Spaß!

 

 

 

 

 

 

Vorher  

 

Nachher 

 

 

 

2. 3D-Effekte/Rubbeleffekte

Schon mal was von Augmented Reality gehört? Das ist eine computerbasierte Technologie zur Erweiterung der menschlichen Realitätswahrnehmung. In der zweiten Entdeckungsebene könnt ihr mit einer eigens entwickelten App, die Charaktere der Bücher für eure Kinder zum Leben erwecken. Die Bilder erscheinen dann dreidimensional auf dem Bildschirm. Durch einfaches und kindgerechtes Handhaben wie Wischen, können zusätzlich Effekte ausgelöst werden. Meine Tochter liebt es das Feuer aus der Rakete ‚puffen‘ zu lassen. 😉

Die kostenlose App könnt ihr einfach aus dem AppStore runter laden (Smartphone oder Tablet). Wenn man ‚Pauli & Friends‘ in das Suchfeld eingibt, findet man die kleine Schildkröte ganz schnell. Anschließend mit der Kamera die rechte Buchseite erfassen und schon erscheinen lustige 3D-Animationen mit Geräuschen. Unsere Kinder haben nicht schlecht gestaunt. Um den Rubbel-Effekt zu aktivieren, drückt man in der 3D-Ansicht den Umschaltknopf. Die App schaltet zur linken Buchseite, auf der nun das vollständige Bild freigerubbelt werden kann. Da war auch meine Kleiner ganz aktiv dabei.

 

 

 

 

 

 

3. Soundeffekte

Geschichten erzählen ist ein wertvolles Gut, das die Konzentrationsfähigkeit, den Wortschatz und das Sprachvermögen fördert. Kinder sind von Natur aus neugierig und lieben Geschichten. Daher ist Hör-Spaß-Funktion so toll. Über die App und Sprachaufnahme mit dem Handy/Tablet-Mikrofon kann man zu jeder Buchseite eigene Sprachinhalte aufzeichnen und wieder abspielen. Ob Oma´s Gute-Nacht-Geschichte oder Papa´s Interpretation von Pauli´s Abenteuern – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Meine Tochter fand es besonders lustig ihre eigene Stimme aufzunehmen und später anzuhören.

 

 

 

 

Durch all diese Funktionen gibt discoverybooks Geschichten eine völlig neue Erzählweise und versuchen auf spielerische und lehrreiche Art die Konzentrationsfähigkeit, den Wortschatz und das Sprachvermögen von Kindern zu fördern.

 

Die Welten von Pauli und seinen Freunden

Derzeit gibt es drei verschiedene Pauli & Friends Bücher mit den Themen Weltraum, Zirkus und Unterwasser. Da meine Tochter gerade alles super findet, was mit Raketen, Ufos und Aliens zu tun hat (an Karneval war sie Astronaut!), ist das Buch Pauli & Space Friends genau das Richtige für sie gewesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Pauli & Sea Friends begleiten die Kinder Pauli und seine Freunde bei einem Unterwasser-Abenteuer und finden den Goldschatz des Piraten-Oktopus! Mit der Pauli-App könnt ihr Pauli´s gelbes U-Boot steuern oder viele andere lustige Überraschungen entdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Geschichte von Pauli & Circus Friends besuchen Pauli und seine Freunde den Zirkus. Viele Akrobaten und exotische Tiere warten auf die Kinder. Ein absolutes Muss für Zirkus-Fans! Mit der Pauli-App könnt ihr „Rocket-Tiger“ aus der Kanone schießen oder dem Dompteur die Hose klauen. Dieses tolle Buch könnt ihr übrigens gewinnen! Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

 

 

 

 

 

 

Fazit

Computer, Smartphones oder Tablets üben eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Ich kenne kein Kind, bei dem das nicht so ist. Mein Sohn ist immer überglücklich, wenn ich ihm für einen kurzen Moment mein Handy zum Spielen überlasse. Dann wird wild gedrückt und Telefonieren gespielt. Er hat längst verstanden, dass man auch mit dem Tablet Onkel Vincent in Chicago oder die Großeltern anrufen kann. Meine Tochter liebt es Familien-Fotos auf dem Bildschirm anzuschauen. Auch sie nimmt unsere digitalen Geräte als begehrtes Spielzeug wahr.

Aktuelle Studien zeigen, dass bereits jeder zehnte Dreijährige das Internet nutzt. Und immer mehr Apps und Smartphone-Spiele richten sich sogar explizit an Kinder unter drei Jahren. Für uns klingt das eher erschreckend. Der Entwicklungspsychologe Professor Dr. Malte Mienert ist der Meinung: „Kinder erlernen den Umgang mit der digitalen Welt nur, wenn sie mit den neuen Medien umgehen dürfen. Eltern sollten das zulassen und ihnen vertrauen.“ Aber in dem zarten Alter? Vielleicht sollten wir uns einfach etwas lockerer machen, was das Thema angeht.

 

Kinder mögen nun mal beides: Smartphones und Bücher. Was für eine tolle Idee einfach beides zu verknüpfen. Mit „Pauli & Friends“ wird die Liebe zu Büchern auf eine moderne Art und Weise gefördert. Das sympathische Team von Discoverybooks hat es verstanden klassische Kindergeschichten mit modernen, interaktiven Elementen wie Thermofarben und Tabletanwendungen zu kombinieren – genial! 

Für uns eher ‚antidigitale‘ Eltern war die Entdeckung von discoverybooks eine kleine Offenbarung und ein weiterer Schritt unseren Kindern eine kleine Spieleinheit mit dem Smartphone zu gewähren. Die Geräte so ganz unter Verschluss zu halten, führt am Ende doch nur zu einem gesteigerten Verlangen danach.

Ich werde mir die „Pauli & Friends“ Bücher außerdem als Geschenkidee merken. Ein Buch ist immer ein gutes Geschenk, und dieses hier ist schon etwas ganz besonderes, das noch nicht in jedem Buchladen erhältlich ist. Meinen Neffen und meine Nichte aus den USA möchte ich auf jeden Fall damit überraschen.

Das Beste zum Schluss – ihr könnt ein Pauli & Friends Buch gewinnen!

Kommentiere diesen Beitrag hier und/oder den zugehörigen Post auf Instagram und Facebook. So bist du automatisch im Lostopf, um das süße Buch „Pauli & Circusfriends“ zu gewinnen: Pauli besucht den Zirkus. Viele Akrobaten und exotische Tiere warten darauf von deinem Kind entdeckt zu werden. Deine Kommentare hier und auf Instagram/Facebook zählen natürlich mehrfach. 😉

Über „Daumen hoch“, Shares und neue Follower freue ich mich auch!

Der Teilnahmezeitraum ist vom 22.5. bis 23.5.2018 (23 Uhr).

Alle Richtlinien zum Gewinnspiel findest du hier.

Wie verschaffst DU deinen Kindern den schonenden Zugang zur digitalen Welt? Sind Smartphone, Tablet und Co. bei euch tabu oder integriert ihr die Geräte in euer Spiel? Erzähl doch mal!

Dieser Beitrag wurde gesponsert und entstand in Kooperation mit discoverybooks.

 

„Mama – ich möchte nicht mehr in den Kindergarten“

„Mama – ich möchte nicht mehr in den Kindergarten“ 

Der Satz vor dem sich viele Eltern fürchten

„Mama – ich möchte nicht mehr in den Kindergarten. Ich möchte lieber mit meiner Familie zusammen sein“. Das waren die originalen Worte meiner Tochter vor etwa zwei Monaten. Ich glaube es war an einem Sonntagabend vor dem Schlafengehen. Als ich das gehört habe, klingelten bei mir alle Alarmglocken. Gleichzeitig habe ich versucht den Satz nicht zu dramatisieren. Natürlich habe ich nachgefragt, warum sie nicht mehr in den Kindergarten möchte. Trotzdem habe ich die Sache runtergespielt und so etwas gesagt wie „ach Quatsch – du liebst doch deinen Kindergarten und möchtest doch deine Freunde wieder sehen.“ Darauf kam keine Reaktion, und wir haben das Thema nicht weiter vertieft. 

Der private Kindergarten

Unsere Tochter ist jetzt 4,5 Jahre alt. Wir haben sie mit 18 Monaten im Kindergarten, bzw. in der Kita eingewöhnt. Sie geht in eine private Einrichtung im nächsten Nachbardorf. Die Anfahrt dauert 10 – 15 Minuten je nach Verkehrslage. Damals hatten wir keine andere Wahl, weil die Tagesmütter alle ausgebucht waren und städtische Kindergartenplätze erst zum August vergeben wurden (unabhängig davon, dass man keinen Einfluss auf die Auswahl des Kindergartens hatte).

Die Firma, für die ich gearbeitet habe, ging während meiner Elternzeit mit unserem ersten Kind bankrott. Es war schwer sich aus dieser Situation auf eine neue Stelle zu bewerben. Wer möchte schon eine junge Mutter, die wahrscheinlich bald mit einem Geschwisterchen fürs erste Kind nachlegen wird. Irgendwann hat es doch geklappt, aber ich musste im Juni mit einer vollen Stelle anfangen. Geplant war eigentlich, dass ich Teilzeit arbeite. Für die Eingewöhnung meiner Tochter in der Kita haben wir uns 6 Wochen genommen. Es lief eigentlich reibungslos ab. Mit 18 Monaten sind die Kinder meiner Erfahrung nach noch nicht so schwierig bei der Eingewöhnung wie es Zweijährige sein können. Das habe ich auch wieder Anfang diesen Jahres bei der Eingewöhnung unseres Sohnes mitbekommen. Parallel wurde eine Zweijährige eingewöhnt, die sich der ganzen Situation einfach schon viel bewusster war. Zu den Erzieherinnen schien sie einfach keine Beziehung aufbauen zu können. Sie hat durchweg die ganze Zeit geweint bis die Mutter wieder gekommen ist. Mittlerweile geht es bei ihr aber auch ohne Weinen. Das Mädchen hat einfach viel länger gebraucht, um im Kindergarten wirklich anzukommen. Und jedes Kinde ist ja bekanntlich anders. Glücklicherweise durfte ich jetzt mit zwei Kindern meine Arbeitszeit auf 20 Stunden reduzieren, so dass ich die Kinder schon um 15 Uhr abholen kann.

Ein privater Kindergarten ist eine finanzielle Belastung. Gar keine Frage. Mein Mann und ich haben aber immer gesagt, dass es uns das Geld wert ist und dass wir unsere Tochter nicht aus ihrer gewohnten Umgebung reißen möchten, um Geld zu sparen. Wir hätten letztes oder dieses Jahr sicher in einen städtischen Kindergarten wechseln können. Unsere Tochter ist aber jeden Tag mit großer Freude in ihren Kindergarten gegangen. Auch wenn ich sie manchmal recht spät und als Letzte abgeholt habe, war sie nie traurig. Das war für uns ein großer Segen. Das gibt man nicht so schnell auf. Zumal der Kindergarten auch während der Ferien geöffnet ist und es keine Probleme mit Streiks o.Ä. gibt.

Auf ein Mal ist alles anders

Vielleicht haben wir in letzter Zeit zu oft gesagt wie dankbar wir sind, dass wir keine Probleme mit dem Kindergarten haben. Von Bekannten und Freunden hören wir immer wieder über Sorgen und unschönen Geschichten rund um das Thema Kita. Plötzlich stehen wir vor einem viel größeren Problem, denn es gibt ja unseres Wissens keinen Grund dafür, dass unser Mädchen auf ein Mal lieber Zuhause bleiben möchte. Die Erzieherinnen sind alle nett, die Kinder kommen alle aus gutem Hause, die Betreuung ist sehr persönlich. Wenn das Essen mal nicht schmeckt, gibt es Extrawürste mit Ketchup. Was also ist um Himmels willen los?

Ich beobachte meine Tochter beim Abholen und bilde mir ein, dass sie öfter alleine in der Gruppe steht und nicht mehr mit den anderen Kindern spielt. Meinem Mann erzählt sie tatsächlich, dass die Freunde nicht mehr mit ihr spielen möchten: „Der Einzige, der nie nein sagt, ist Filip.“ Ich bespreche das mit meinem Mann und wir vermuten, dass es mit dem Weggang von Charlotte zu tun haben könnte. Im Dezember letzten Jahres ist die ‚beste Freundin‘ unserer Tochter in einen anderen Kindergarten gewechselt. Einer, der näher am Wohnort der Familie ist und zudem ab 3 Jahren nichts kostet. Ich kann den Schritt nachvollziehen, und das Kind hat die Umstellung wohl gut weggesteckt. Seitdem ist Charlotte eigentlich trotzdem jeden Tag in den Gesprächen anwesend. Manchmal sage ich zu unserer Tochter, dass Charlotte doch gar nicht mehr in ihrem Kindergarten ist, wenn sie wieder Geschichten erfindet. Ansonsten soll man den Kindern ja ihre Fantasie lassen, sie nicht ständig auf den Boden der Tatsachen zurück holen sondern ruhig mitspielen, wenn es sich nicht um schlimme Lügen handelt. 

Als unser Mädchen eines Morgens im Auto fast anfängt zu weinen und sich beim Hausschuhe anziehen an ihren Papa klammert, sind wir aktiv geworden. Unsere Tochter war zwar tapfer und hat nicht richtig beim Verabschieden geweint, aber man hat ihr angemerkt, dass es ihr schwer fällt. Uns zuliebe hat sie sich zusammengerissen, obwohl sie gerne wieder nach Hause gefahren wäre. Ich habe also um ein Entwicklungs-Gespräch mit der Leiterin der Kita und den verantwortlichen Erzieherinnen gebeten. Diese Gespräche werden nicht standardmäßig bei jedem Kind geführt, aber wer es einfordert, bekommt auch sofort einen Termin. Wir machen das regelmäßig, auch wenn eigentlich kein Gesprächsbedarf besteht. Die Erzieherinnen erleben die Kinder einfach noch mal ganz anders und können wichtige Impulse zur Erziehung und Entwicklung geben.

Das Entwicklungsgespräch

Wir sind bewusst nicht mit unserer Sorge in das Gespräch eingestiegen sondern haben erst mal die Erzieherinnen sprechen lassen. Ich hatte mir schon den Verlauf dieses Termins  ausgemalt, aber es kam ganz anders. Keiner hat eine große Veränderung in dem Verhalten unserer Tochter bemerkt. Es würde ihr grundsätzlich schwer fallen sich auf eine Sache zu konzentrieren und sich an Regeln zu halten. Das war uns nicht neu. Aber deshalb musste sie auch in letzter Zeit öfter mal eine sogenannte ‚Pause‘ machen und still am Tisch sitzen, z.B. mit einem Puzzle. Das hat sie Zuhause nie erzählt. Uns hat sie immer nur berichtet, wer von den großen Jungs wieder eine Pause machen musste. Vielleicht hat ihr das nicht gut gefallen. Ansonsten sei sie immer fröhlich und würde eigentlich auf alle Kinder sehr offen zugehen. Dass Charlotte weg ist, haben die Erzieherinnen als gar kein Problem gesehen. Zu unserer Verwunderung hätten die beiden Mädchen während der gemeinsamen Kindergartenzeit gar nicht so viel miteinander gespielt. Manchmal fantasieren sich die Kinder auch viel zusammen. 

Jedenfalls sind wir mit einem guten Gefühl und beruhigter Seele aus dem Gespräch gegangen. Die Erzieherinnen haben uns ermutigt auch zu Hause etwas konsequenter mit der Einhaltung von Regeln umzugehen – Beispiel Essmanieren. Mit vier Jahren testen die Kinder ständig ihre Grenzen aus. Unsere Tochter hat mal so schön gegessen und jetzt ist alles hinüber. Wir reden uns wirklich den Mund fusselig, aber wir sind auch nicht die Typen, die Regeln zu Papier bringen und bei Nichteinhaltung Strafen verteilen, bzw. Belohnung bei Befolgen.

Playdates am Nachmittag

Beim Nächsten Abholen vom Kindergarten mache ich zwei Playdates aus: mit den Kindern, von denen ich glaube, dass unsere Tochter sie gerade besonders mag. Erst da ist mir aufgefallen, dass wir schon lange keine anderen Kinder mehr zum Spielen bei uns hatten. Seit Ankunft des kleinen Bruders, war dafür nicht so viel Raum. Wenn der Kindergarten bis 15 Uhr geht und an drei Tagen noch Programm mit Turnen, Tanzen und Schwimmen ist, bekommt man beinahe Freizeitstress. Es ist natürlich alles nur eine Frage der Organisation.

Unsere Tochter hat sich sehr auf die bevorstehenden Spiel-Treffen mit den Kindergartenfreunden gefreut. Von heute auf Morgen gab es plötzlich auch kein Gejammer mehr, dass sie lieber mit mir und ihrem Bruder zuhause bleiben möchte. Gott sei Dank, denn ich war ja kurz davor wieder in meinen Beruf einzusteigen. Dass unser Sohn jetzt auch in die gleiche Kita geht, hat auch sehr viel geholfen. Die große Schwester darf ihn nun immer mitabgeben in der Zwergengruppe und dann selber in die Riesengruppe gehen.

Alles wieder beim Alten

Manchmal erledigen sich die Dinge von allein. Oft mache ich mir zu viele Gedanken über alles. Aber es ist wichtig, den Kindern zuzuhören, ihre Probleme ernst zu nehmen und diesen nachzugehen. In dem Alter müssen die Kleinen so einige, neue Emotionen verarbeiten, dass es manchmal vielleicht einfach zu viel ist. Dann sind sie schlecht drauf und brauchen besonders viel Nähe. Das Gespräch mit den Erzieherinnen – und zwar nicht zwischen Tür und Angel, sondern mit Ruhe unter 4 Augen – war für uns eine große Hilfe und Erleichterung.  Gestern war wieder ein Kindergartenfreund zum Spielen bei uns. Heute ist Großelterntag. Am Sonntag werden sich beide Kinder hoffentlich wieder auf eine neue Kindergartenwoche freuen!

Hast du auch schon Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Erzähl doch mal….

Meine Coffee Table Books – Teil 1

Meine Coffee Table Books – Teil 1

Mal wieder weg vom Bildschirm 

Mit diesem Beitrag starte ich die Vorstellungsreihe meiner Coffee-Table-Books. Mittlerweile haben sich einige, wunderschöne Bücher angesammelt, die viel zu wenig Beachtung bekommen. Warum? Weil die wenige Zeit, die einem neben Arbeit und Familie noch  übrig bleibt, zunehmend vor dem Computer- oder Handybildschirm verbracht wird. Davon kann ich mich selber nicht frei machen. Besonders, wenn man seinen Blog und Instagram Feed sowie wenigsten online die sozialen Kontakte pflegen möchte. Früher habe ich öfter in den Bildbänden geblättert, um darin zu versinken und abzuschalten. Vielleicht gelingt mir das wieder, wenn ich mir nun regelmäßig ein Buch aussuche und dieses hier kurz vorstelle.

Was und wofür sind überhaupt Coffee Table Books?

Der englische Begriff Coffee Table Book wird vor allem im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten verwendet. Der ‚Coffee Table’ ist ein Beistelltisch. Diese Bücher von denen ich hier spreche sind Bilderbücher für Erwachsene deren vielfältige Inhalte sich oft mit Kunst, Modedesign, Interiordesign oder auch Gartenarchitektur beschäftigen. Meistens werden sie zur Dekoration von Couchtischen und Konsolen benutzt. Sie werden so platziert, das sie gut sichtbar sind. Manchmal werden sie auch als Ablage für Vasen oder andere Deko-Elemente benutzt. Die  recht großformatigen Bildbände mit wenig Text sind manchmal teuer, da sie auf hochwertigem Papier gedruckt werden und aufwendige Einbände/Cover haben können. 

Coffee Table Books sind auf jeden Fall ein Hingucker im Wohn- oder Schlafzimmer und geben auch etwas über die Interessen ihres Besitzers Preis. Manchmal werden sie aber auch nur nach Farbe ausgesucht, um die Colourstory der restlichen Einrichtung zu unterstreichen. 

Die Bücher können schön übereinander arrangiert werden. Entweder nur ein oder auch mehrere Stapel je nach Größe des Tisches oder wo auch immer sie platziert werden. Die Ablagefläche wird strukturiert ohne dabei viel Abstellplatz zu verschenken. Es ist erlaubt auf dem Bücherstapel einen Teller oder eine Tasse (mit Untertasse natürlich) abzustellen. Dadurch, dass die Coffee Table Books offen im Raum und nicht im Bücherregal liegen, laden sie auch Gäste ein sich diese zu Gemüte zu führen. Schmökern ist also erwünscht.

Coffee Table Book Nr. 1: L’Esprit décoration Ladurée Paris

Wie ich zu dem Buch kam

Ich beginne mit dem Buch L’Esprit décoration Ladurée Paris von Serge Geizes, weil ich noch in den Erinnerungen an unser schönes Paris Wochenende im Februar schwelge. Falls du den Artikel noch nicht gelesen hast, kannst du das gerne hier tun. Gekauft habe ich mir dieses Buch allerdings schon 2012. Ich war mit einer lieben Kollegin geschäftlich in Paris. Wir sind beide das erste Mal im Louis Vuitton Store auf der Champs Elysee gewesen und waren mächtig beeindruckt. Der Laden fühlte sich an wie ein Museum. Riesengroß mit vielen Räumen. Neben den Louis Vuitton Produkten konnte man auch die Bücher, die zur Dekoration genutzt wurden, erwerben. Eine Tasche konnte ich mir leider nicht leisten, aber dieses Buch war ein sehr schönes Souvenir. Zumal ich Macarons von Ladurée liebe. Übrigens bin ich beim Bezahlen genauso königlich behandelt worden wie die anderen Kunden, die tatsächlich eine Tasche gekauft haben. Und für den Rest des Tages bin ich mit einer großen Louis Vuitton Tüte durch Paris stolziert.

 

 

 

 

Zum Buch

Das Buch über den einzigartigen Dekorationsstil von Ladurée ist 2014 anlässlich des 150. Geburtstags erschienen. Die sogenannte Maison Ladurée ist eine auf der ganzen Welt bekannte, französische Nobel-Konditorkette. Die Pâtisserie ist besonders für ihre Macaron – bunte, süße Doppelkekse – berühmt. Im gleichen Jahr als die erste Feinbäckerei von Louis Ernest Ladurée eröffnete, wurden übrigens auch die Grundsteine für die wunderschöne Opera Garnier gelegt. Das war 1862. Für die Pariser High Society wurde später das um ein Teehaus erweiterte Geschäft ein beliebter Treffpunkt. Der französische Künstler Jules Chéret war für die besondere Dekoration dieses Teehauses verantwortlich, die man heute noch in den Ladurée Cafés und in diesem Buch bewundern kann.

Hier erfährt man was den Stil von Ladurée so unverwechselbar macht und woher die Dekorateure ihre Inspirationen für die Gestaltung von Möbeln, Textilien und Tapeten nahmen. Drei verschiedene, feminine Dekorationsstile werden bei Ladurée kombiniert. Die Frauen, die man heute wahrscheinlich als Influencerinnen bezeichnen würde, waren damals Madame de Pompadour aus dem 18. Jahrhundert, Kaiserin Eugenia aus dem zweiten Kaiserreich sowie die skurrile Innenarchitektin und Antiquitätenhändlerin Madeleine Castaing, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirkte. Auf  Youtube kannst du dir eine tolle Dokumentation über Madeleine Castaing anschauen – eine faszinierende Persönlichkeit, die fast 100 Jahre alt geworden ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Einband werden die drei Damen gezeigt. Sie sind eingebettet in einer Art paradiesischem Palmengarten mit exotischen Blüten und Vögeln. In dem Buch werden außerdem Beispiele gezeigt wie man den Ladurée-Stil in seinem eigenen Zuhause nachahmen kann. Dazu braucht man aber auch wirklich die geeigneten Räume…

Die Überraschung

Der Einband des Buches mit den goldenen Details und dem Satinband zum Öffnen/Verschließen machen es schon auf den ersten Blick zu etwas ganz besonderem. Die große Überraschung ist ein drei-seitiges Pop-Up, das in einem Umschlag im Einband versteckt  ist – auch zu öffnen mit einer Satinschleife. Zum Vorschein kommt die detailgetreue Miniatur eines Ladurée Cafés. Ich würde sagen ein typischer Mädchentraum. 

 

 

 

 

Bis jetzt habe ich das Pop-Up meiner Tochter noch vorenthalten. Ich freue mich aber schon auf den Tag, wenn wir das erste Mal mit ihr nach Paris reisen, bei Ladurée heiße Schokolade trinken und bunte Macarons essen. Zuhause können wir uns dann mit diesem Buch wieder zurück träumen in die schöne, pastellfarbene Welt von Ladurée mit Blumen und Paradiesvögeln. Kitschig? Keinesfalls. Das hat Stil!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Buch ist in Französisch, Englisch und Deutsch erschienen (deutscher Titel: Die Welt von Ladurée). Bei Amazon kann man es noch über verschiedene Drittanbieter bestellen. Das perfekte Geschenk für Ladurée-Fans, Macarons-Liebhaber und Dekorations-Begeisterte.

Bist du denn auch ein Coffee Table Book Liebhaber? 

Es kann ganz schnell gehen: Lungenentzündung & Bronchitis bei Kleinkindern

Es kann ganz schnell gehen: Lungenentzündung & Bronchitis bei Kleinkindern

Wenn man ein Mal nicht gleich zum Arzt geht

Letztes Wochenende haben mein Mann und ich zu unserer großen Freude mal wieder Date Night gehabt. Die Kinder durften eine Nacht bei den Großeltern verbringen. Was wir Schönes an dem Freitagabend unternommen haben, kannst du hier nachlesen. Als wir unseren Sohn (1,5) und unsere Tochter (4) morgens zu meinen Schwiegereltern gebracht haben, ging es beiden eigentlich prima. Ein bisschen Husten und Schnupfen ist ja seit November letzten Jahres eigentlich normal. Erst am Abend hat die Großmami uns geschrieben, dass es dem Kleinen nicht so gut geht, aber es gab noch keinen Grund zur Sorge.

Als wir aus dem Theater kamen, habe ich dann per SMS gelesen, dass er ein bisschen Fieber hat. Die Kinder haben so oft Temperaturschwankungen, dass wir entschieden haben unseren Abend deshalb nicht abzubrechen. Ich hatte vorsorglich Zäpfchen mit eingepackt.

Am nächsten Vormittag sind wir zu meinen Schwiegereltern gefahren, um gemeinsam zu Mittag zu essen und die Kinder abzuholen. Unser Sohn befand sich schon im Mittagsschlaf und ist mit erhöhter Temperatur aufgewacht. Er war gar nicht fit und wollte nur auf dem Arm sein. Der Husten war etwas schwerer geworden, so dass er sich später nach dem Essen vor Husten übergeben musste. Vielleicht hätten wir da schon reagieren und ins Krankenhaus fahren sollen. Wenigstens zum Abhören der Lunge.

Falsche Entscheidung

Da wir wissen wie voll es oft am Wochenende in der Kinder-Notfallambulanz ist und das Warten auch Stress für den Kleinen bedeutet hätte, haben wir uns entschieden nicht dorthin zu fahren. ‚Es wird schon wieder werden‘ war der Gedanke. Auch am Sonntag ging es unserem Sohn nicht wirklich gut. Er hatte zwar kein Fieber mehr, wollte aber nicht spielen und kaum etwas essen. Der Husten war tagsüber ok, aber am Abend beim Einschlafen so heftig, dass er sich wieder übergeben musste. Am Montagmorgen bin ich dann direkt zum vertretenden Kinderarzt gefahren, da unsere Ärztin Urlaub hatte.

Als der Arzt mir sagte, dass mein Sohn  ganz schön krank sei und mich fragte, warum ich ihm denn keinen Fiebersaft gegeben hätte, da bekam ich so ein schlechtes Gewissen, dass ich gerne im Erdboden versunken wäre. Er diagnostizierte eine schwere Bronchitis und Verdacht auf Lungenentzündung. Wie konnte das bloße passieren? Ich habe die vergangene Woche Revue passieren lassen. Mir fiel einfach keine Gelegenheit ein, bei der sich unser Sohn hätte besonders unterkühlen können. Wir passen immer sehr auf. 

Antibiotikum und Co.

Wir mussten noch am gleichen Tag mit Antibiotikum starten, Tropfen zur Erweiterung der Bronchien sowie Fiebersaft geben. Der Fiebersaft war wichtig, damit sich der Allgemeinzustand verbesserte und der Kleine wieder genug trank und aß. Die Nacht war dann schon wesentlich besser als die anderen zwei Nächte zuvor.

Am nächsten Tag haben wir uns wieder zur Kontrolle beim gleichen Arzt vorgestellt, der dann leider die Lungenentzündung bestätigt hat. Ich habe immer gedacht, dass man dann gleich ins Krankenhaus muss, aber der Arzt erklärte mir, dass wir außer der Gabe der Medikamente nichts unternehmen müssten, bzw. könnten. Am dritten Tag war der Allgemeinzustand schon fast wieder normal. Unser Sohn hat mit Appetit gegessen und tagsüber kaum noch gehustet. Dass ihm das Atmen schwer fällt, hat man noch gehört.

Gute medizinische Versorgung in Deutschland

Ich bin so überaus dankbar, dass wir in einem Land leben, wo es ganz schnell medizinische Hilfe und Medikamente gibt. Mit einer Lungenentzündung ist nämlich wirklich nicht zu spaßen. Mein Mann hat mir dazu erst gestern einen aktuellen, sehr guten Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung weitergeleitet: Bitte unbedingt hier nachlesen. Oft resultieren die Lungenentzündungen aus verschleppten Erkältungen, die nicht ordentlich auskuriert wurden. Die Folgen können verheerend sein. Außerdem können Viren, Pilze, chemische Substanzen und Bakterien eine Lungenentzündung auslösen. Unser Sohn war in den letzten Wochen immer erkältet. Durch die Eingewöhnung in der Kita war er mehr Stress ausgesetzt als sonst. Außerdem war er dort mit vielen Kindern zusammen, die auch alle gehustet und genießt haben. Durch Tröpfcheninfektion, also beim Sprechen, Lachen und Niesen, werden Pneumokokken (Keime) leicht übertragen.

Deshalb lege ich jedem ans Herz immer gleich mit den Kind zum Arzt zu gehen, wenn es anfängt regelmäßig zu husten. Man darf nicht denken, dass die Ärzte genervt sind, weil man wegen jeder kleinen Erkältung in die Praxis rennt. Lieber ein Mal mehr abhören als zu wenig. Viellicht hätten wir das Ausmaß der Erkrankung unserer Sohnes abwenden können, wenn wir gleich am Samstag zum Arzt gegangen wären und Medikamente bekommen hätten.

Wieder fit

Morgen ist das Antibiotikum aufgebraucht, und am Dienstag gehen wir wieder zum Arzt. Dem Kleinen geht es Gott sei Dank gut. Er hustet kaum noch – nachts gar nicht mehr. Die Atmung ist wieder normal. Die Medikamente haben wirklich sehr schnell gewirkt.

Ich werde hier in einem Nachtrag berichten wie der Befund am Dienstag ausgefallen ist und ob unser Sohn schon wieder in die Kita gehen kann. Am Mittwoch wäre eigentlich mein erster Arbeitstag nach der abgelaufenen Elternzeit…. aber das soll uns egal sein. Hauptsache der Kleine ist wieder gesund!

Hast du schon Erfahrung mit Bronchitis und Lungenentzündung gesammelt? Dann teile diese doch gerne in einem Kommentar.

Mama-Papa-Zeit: die Düsseldorfer Inn-Bar Sir Walter

Mama-Papa-Zeit: die Düsseldorfer Inn-Bar Sir Walter

Nach unserem Theaterbesuch im Schauspielhaus und einem großartigen Dinner im japanischen Restaurant auf der Immermanstraße, sind mein Mann und ich noch mal ins Auto gestiegen, um zur Heinrich-Heine-Allee 12 zu fahren. Dort befindet sich eine der derzeit angesagtesten Bars von Düsseldorf – das Sir Walter. Der Klavierlehrer meines Mannes hat öfter erzählt, dass ‚man‘ dort jetzt hingeht.

Es war zu dunkel, um gute Fotos machen. Nur meinen Bellini, der sehr lecker war, habe ich fotografisch festgehalten, denn es kommt alle Schaltjahre mal vor, das ich etwas trinke. Der Drink hat 13 Euro gekostet.

Die Musik war nach unserem Geschmack – funky House. Das Publikum war ganz gemischt, d.h. wir haben uns nicht furchtbar alt gefühlt, weil auch 30 bis 40-jährige ihren Weg in die Bar gefunden haben. Für eine Bar gibt es relativ viele Sitzgelegenheiten wie ich fand. Trotzdem haben wir uns einen Stehtisch gesichert, weil man doch mehr mitbekommt vom Geschehen.

Eyecatcher ist die lange Bar in der Mitte des Raumes, die etwas in den Boden eingelassen ist, so dass man quasi von oben darauf schaut. Hinter der Bar gibt es am Ende des Raums eine kleine Tanzfläche, auf die man von einem Balkon aus mit weiteren Sitzgelegenheiten schauen kann.Die Einrichtung ist minimal, mir ist nichts Besonderes im Kopf hängen geblieben außer eben die Bar an sich. Für die Beleuchtung sorgen an einigen Stellen Neonröhren. Auch der Name der Bar hängt als leuchtende Neonröhre am Eingang an der Wand. Wir waren um ca. 23 Uhr dort und hatten kein Problem beim Einlass. Als wir eine Stunde später gegangen sind, war schon eine lange Schlange vor der Tür.

Es war schön sich mal wieder unter das Volk zu mischen und zu sehen wer, wie, wo am Freitag Abend in Düsseldorf ausgeht. Wir haben sogar 15 Minuten getanzt bis die Musik etwas eintöniger, elektrischer wurde. Dann war es Zeit für uns zu gehen. Es war ein sehr schöner Ausklang dieser Date-Night.

Welche sind deine Lieblings-Bars in Düsseldorf oder in deiner Heimat-City?

 

Wellness für die Haare – mein Aveda

Wellness für die Haare – mein Aveda 

Meine Haare

Dies ist zwar keine offizielle Werbung, trotzdem möchte ich dir meine liebsten Aveda Haar-Produkte vorstellen und weiterempfehlen, weil sie mich nun schon über 7 Jahre begleiten und immer noch begeistern.

Meine Haare trage ich schon von klein auf relativ lang, d.h. über die Schulter oder noch länger bis zur Brust. Bis ein Jahr vor meiner Hochzeit – das war 2011 – habe ich mit meinen Haaren eigentlich nichts gemacht außer ab und zu die Spitzen geschnitten. Kein Tönen, Färben oder Wellen. Zur Pflege habe ich herkömmliche Shampoos, Spülungen, Kuren und Masken aus der Drogerie benutzt. Mit der Zeit musste ich aber immer ein Stückchen mehr abschneiden, weil die Haare Spliss bekamen und ich öfter unter starkem Haarausfall litt.

Ich habe eigentlich mittel-blondes Haar, aber mit den Jahren wird es immer dunkler. Bei Freundinnen und Kolleginnen habe ich es immer ein bisschen beneidet, wenn sie plötzlich so frisch erblondet vom Friseur kamen. Gerade im Frühling/Sommer sieht es einfach toll aus, wenn die Haare heller sind. Eben wie frisch aus dem Sonnenurlaub. Trotzdem habe ich mich nie getraut etwas mit Farbe zu machen aus Angst vor einem unnatürlichen Ergebnis und vor Schädigung meiner Haare.

Die Empfehlung einer Freundin

Eine gute Freundin (meine Trauzeugin) hat mir irgendwann Aveda empfohlen. Sie arbeitet für die Estée Lauder Gruppe zu der u.a. auch Aveda gehört. Ich hatte die Marke vorher noch nicht auf dem Schirm. Mittlerweile gibt es Aveda Counter in fast allen Kaufhäusern oder man bestellt eben online im Aveda Shop. Zu der Zeit als meine Freundin mir Aveda ans Herz legte, habe ich in Holland gearbeitet und gelebt. Wie der Zufall es wollte, eröffnete in meinem Wohnort Haarlem ein Aveda Spa. Nach eingängiger Beratung habe ich mich an Strähnchen zum Aufhellen getraut. Ich wusste schon, dass ich bei meiner Hochzeit die Haare hochgesteckt tragen möchte. Gerade dann sieht so eine Aufhellung am Oberkopf sehr schön aus. Ich war begeistert und habe mich gefühlt wie ein neuer Mensch. Es wurden drei verschieden Töne benutzt, um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen, bei dem der Ansatz auch nach 3 Monaten nicht so schlimm auffällt. Anfangs bin ich wirklich noch an jedem Spiegel stehen geblieben und habe mich über meine ’neuen Haare‘ gefreut.

Aveda – Wellness für Körper (Haare) und Seele

Das schöne bei Aveda ist, dass jeder Friseur oder Kosmetikbesuch auch ein Wellnes-Erlebnis mit sich bringt. Einfach nur Haare färben, waschen, schneiden, föhnen gibt es nicht. Zu Beginn der Behandlung darf man sich immer ein Duftöl aussuchen, das bei einer wohltuenden Kopf/Schultermassage eingeatmet wird. Wer es also eilig hat mit seinem Friseurbesuch und schnell fertig werden möchte, ist hier falsch. Für dieses Treatment zahlt man natürlich auch entsprechend mehr, aber ich freue mich jedes Mal darauf.

Leider hat das Aveda Spa damals in Haarlem schon nach kurzer Zeit wieder seine Türen schließen müssen wegen mangelnder Kundschaft. Also bin ich nach Amsterdam gefahren und habe dort im recht großen Aveda Spa nicht nur schöne Haare bekommen, sondern auch perfekte Mani- und Pediküren. Als mich meine ‚Aveda-Freundin‘ in Holland besucht hat, haben wir uns dort auch eine herrliche Massage gegönnt.

In der Umgebung von Düsseldorf bin ich dann in Krefeld fündig geworden. Hier gibt es eine kleine Friseur-Kette ‚Haarzauber‘, die ausschließlich mit Aveda-Produkten arbeitet und auch deren Wellness-Rituale pflegt. Meinem Stylisten Dominik bin ich nun fast 5 Jahre treu. Ich finde es einfach so entspannend, wenn ich gar nicht viel sagen und erklären muss. Wenn ich vor allen Dingen weiß, dass das Ergebnis am Ende stimmt.

Meine ‚Behandlung‘ dauert in der Regel drei Stunden. Das Anmischen der 3 Farbtöne und das Einwirken nehmen viel Zeit in Anspruch. Aber in diesen drei Stunden kann ich so viel von dem leckeren Aveda Tee trinken wie ich möchte, Vogue, Gala und InStyle lesen, Dinge mit meinem Handy erledigen und einfach mal abschalten. Hier ein paar Bilder von meinen Haaren, eine Woche nach dem Friseurbesuch. Ich mag besonders den leichten Kupferton. Ich komme eigentlich locker damit aus nur alle 4 Monate zum Friseur zu gehen. Je nachdem welche Termine oder Feierlichkeiten anstehen, gehe ich früher oder auch mal später.

 

 

 

 

Meine Lieblings-Produkte

Hier nun die Produkte, die ich immer wieder nachkaufe. Sie sind natürlich wesentlich teurer als solche von dm oder Rossmann, aber sie sind auch sehr ergiebig. Bei den Produkten aus den Drogerien habe ich selten eine Sorte wirklich bis zum Schluss benutzt. Oft standen ewig die Reste herum, weil ich schon wieder etwas Neues ausprobieren wollte. War ja nicht so teuer. Ich bin mir sicher, dass ich am Ende eine Halbjahres auf die gleichen Ausgaben kommen würde.

Für mein langes Haar benutze ich das Shampoo und den Conditioner aus der Damage Remedy Serie. Es ist ein reichhaltiges Feuchtigkeitsshampoo, das gleichzeitig strukturgeschädigtes Haar repariert und neuen Schäden vorbeugt. Seit ich Kinder habe benutze ich keine Haarmasken mehr, die einwirken und ausgespült werden müssen. Keine Zeit für sowas. Stattdessen komme ich wunderbar mit dem Damage Remedy Daily Hair Repair zurecht. Ein kleine Menge nach dem Haarewaschen in die Längen einmassieren und fertig. Die Haare sind dann optimal vor Schädigungen geschützt und lassen sich wunderbar durchkämmen.

 

 

 

 

 

Aus der Damage Remedy Serie gibt es aber auch noch ein extra Spliss-Serum und eine Haarmaske zur intensiven Reparatur.  In der Regel lasse ich meine Haare an der Luft trocknen. Wenn ich weiß, dass ich meine Haare offen tragen möchte (kommt nicht so oft vor), dann benutze ich das Volumizing Tonic vor dem Föhnen. Das ist ein ganz leichtes Spray, das besonders am Haaransatz Volumen bringt ohne zu kleben. Ein echtes Wunderzeug! Zum Föhnen benutze ich übrigens den Dyson Supersonic – den haben meine Tochter und ich letztes Jahr von meinem lieben Mann geschenkt bekommen. Über dieses Luxus-Gerät werde ich in Kürze in einem separaten Beitrag berichten.

Wenn ich mal Haarspray benutze, was auch nicht oft der Fall ist, dann nehme ich das Brilliant Medium Hold Hair Spray. Für mich ist es absolut ausreichend und lässt sich wunderbar wieder auskämmen. Sollte mal wirklich keine Zeit zum Haare waschen sein, dann kann ich sehr das Shampure Dry Shampoo empfehlen. Dieses Haarpuder wirkt richtig erfrischend. Ansonsten habe ich noch das Smooth Infusion Naturally Light Gel in meinem Bestand. Es glättet die Haare ohne zu beschweren, allerdings darf man wirklich nur ganz wenig nehmen. Ich benutze es eigentlich nur, wenn ich einen ordentlichen Pferdeschwanz tragen möchte bei dem die feinen Haare am Oberkopf nicht rausfliegen sollen. Kennst du das? Diese vielen, kurzen, nachwachsenden Härchen, die in alle Richtungen stehen?

Fazit

Es gibt bei Aveda für jeden Haartyp und dessen Bedürfnisse ein tolles Produkt, das das Haar perfekt pflegt oder stylt – auf reiner Pflanzenbasis. Aveda bedeutet einfach gesundes, schönes Haar und gutes Karma. Neugierig geworden? Dann probier es doch einfach mal aus. Wenn du deine Aveda Produkte bei einem Kaufhaus Counter erwirbst, gibt es oft noch kleine Geschenke, einen frischen Tee oder eine kurze Massage umsonst dazu. Zum Geburtstag bekomme ich auch immer eine nette Überraschung. Ansonsten gibt es fast gar keine Werbung.

Jetzt würde mich interessieren welcher Haartyp du bist und welcher Pflege/Stylingserie du schon seit langem vertraust! Erzähl doch mal…

Mama-Papa-Zeit: ein Abend im Schauspielhaus

Mama-Papa-Zeit: ein Abend im Schauspielhaus Düsseldorf

Meine Schwiegereltern – wieder im Einsatz

Letztes Wochenende durften wir schon wieder etwas Mama-Papa-Zeit genießen. Die Kinder haben von Freitag auf Samstag bei den Großeltern übernachtet. Da wir erst im Februar die Kinder für ein ganzes Wochenende bei meinen Schwiegereltern in Obhut gegeben hatten, um einen Kurztrip nach Paris zu machen, hätte ich mich nicht getraut vier Wochen später schon wieder anzufragen. Aber da die Kinder Freitags ohnehin bei Großmama und Großvater sind, hat meine Schwiegermutter es netterweise von sich aus vorgeschlagen. Übernachten wäre doch sowieso einfacher, weil die Kinder sonst immer im Auto einschlafen auf dem Weg von Krefeld nach Düsseldorf. Unsere Kinder haben sich sehr gefreut – Großmami richtet immer alles so gemütlich her – und wir auch.

Vorbereitungen für die Date Night – mit meinem Mann

Ich möchte immer möglichst viel herausholen aus der kostbaren Zeit, wenn sich so eine Gelegenheit bietet. Also war ich am Freitagmorgen erst Mal beim Friseur meines Vertrauens. Seit 2012 bin ich treue Aveda Kundin und absolut begeistert von den Produkten. Das letzte Mal war ich vor Weihnachten beim Friseur. Der Ansatz war also ordentlich. Trotzdem immer noch nicht schlimm, weil die Strähnchen einfach so gut gemacht sind (mit drei verschieden Farbtönen). Es kostet zwar auch immer um die 120 Euro, aber dafür habe ich lange Ruhe und die Haare werden nicht angegriffen. Wenn du wissen möchtest welche Aveda Produkte ich nun schon seit vielen Jahren benutze, dann schau dir das in diesem Beitrag gerne an. Anschließend war ich noch shoppen, obwohl ich wirklich keine Klamotten mehr brauche, aber es hat so gut getan (und 20% VIP Rabatt bei Esprit hat sich doch gelohnt ;-).

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich ganz spontan an einer Benefit Brow Bar bei Douglas. Dort hab ich mir die Augenbrauen schön machen lassen. d.h. alle Härchen weg, die weg sollen, färben und schminken. Ich bin blond und habe immer ein Thema mit meinen Augenbrauen. Mehr zu diesem kleinen Erlebnis und der Frage Microblading – ja oder nein – kannst du hier lesen.

Das Schauspielhaus – neue Location

Es war wirklich Glück, dass ich noch die letzten beiden Restkarten (in Reihe 4!) für eine Aufführung im Schauspielhaus (kleine Bühne) bekommen habe. Wir wohnen nun schon seit vielen Jahren im Raum Düsseldorf und haben es trotzdem noch nie ins Schauspielhaus geschafft. Ballett oder Tanz im Allgemeinen, Konzerte, Musical und Oper haben uns immer mehr interessiert als Schauspiel, obwohl ich mit viel Theater aufgewachsen bin.

Die Stückbeschreibung für den Freitagabend klang perfekt für den Einstieg: ‚Willkommen‘ war der Titel, Aufführung auf der kleine Bühne im Central, Komödie, Dauer 1 Stunde 15 Minuten ohne Pause. Im Anschluss Publikumsgespräch. Regie Sönke Wortmann – den Namen kennt man aus dem Fernsehen. Meinem Mann ist später eingefallen, dass von ihm der Bewegte Mann und das Superweib war.

 

 

 

 

Das eigentliche Schauspielhaus am Gustaf Gründgens Platz wird derzeit renoviert und ist nur ausnahmsweise für zwei Inszenierungen geöffnet. Eine davon ist das David Bowie Musical ‚Lazarus‘, das ich eigentlich gerne gesehen hätte. Die Karten waren leider schon im Februar für alle Termine ausverkauft. Die Ausweich-Lokalität für das Schauspielhaus-Ensemble ist das ‚Central‘ am Hauptbahnhof – eine altes Postverteilzentrum, das zum Kreativ-Quartier umfunktioniert wurde. Der Aufgang über eine von Taubenkot übersäte Treppe und Brücke aus Metall ist nicht wirklich einladend (Achtung! Bloß keine Stilettos oder Pfennigabsätze, sonst droht Hängenbleiben und Absturz). Die Räume sind zweckmäßig und einigermaßen nett gestaltet. Aber darum geht es ja nicht in erster Linie. Auf das Stück und die Schauspieler kommt es an.

Das Theaterstück – nah am echten Leben und wirklich witzig

Ungewöhnlich und unterhaltsam ist der Einstieg in die Welt der Wohngemeinschaft, um die es in dem Stück geht. Noch während sich die Zuschauer auf ihren Plätzen einfinden ist nämlich auf der Bühne schon richtig viel los.

Wir befinden uns in einem Loft mit Aufzug. Auf dem großen Esstisch stehen die leeren Töpfe und Teller. Es gab offensichtlich Spagetti Bolognese, und es hatte noch niemand Lust abzuräumen. Zwei Männer spielen im Wohnzimmer Tischtennis, zwei Frauen sitzen entspannt in der Hängematte und unterhalten sich, eine andere Frau sitzt im Schaukelsessel und spielt mit ihrem Handy, ein weiterer Mann öffnet eine Flasche Wein und werkelt in der halboffenen Küche. Alle sind so Anfang oder Ende 30. Pünktlich um 20 Uhr beginnt dann die richtige Aufführung.

Ein typischer Lehrer – Benny – verkündet seinen Mitbewohnern, dass er für ein Jahr als Dozent nach New York geht und deshalb sein Zimmer Flüchtlingen zur Verfügung stellen möchte. Er erzählt von seinem Besuch in einem Flüchtlingsheim, der ihn nachhaltig beeindruckt hat. Seine Idee muss natürlich in der Runde abgestimmt werden. Die Hauptmieterin Sophie (genannt Fienchen) – eine hypersensible, mitfühlende Fotografin ohne Erfolg – sieht darin die Chance auf ein neues Projekt mit dem sie gleichzeitig Gutes tun kann. Ganz eindeutig gegen die Idee der Flüchtlings-Aufnahme ist Doro – eine alleinerziehende Mutter und die Älteste in der WG. Mit arabischen Männern hat sie Probleme und kann auf keinen Fall mit ihnen unter einem Dach wohnen.  Der Banker in Probezeit – Jonas – äußert auch vorsichtig seine Bedenken, weil er um seinen dringend benötigten Schlaf fürchtet. Ein älteres Ehepaar könnte er sich noch vorstellen, aber keine Familie. Die junge Sozialpädogik-Studentin Anna hält sich erst ganz zurück bis sie mit ihrer eigenen Neuigkeit rausplatzt. Sie hätte gerne das Zimmer für ihren neuen, türkischen Freund Achmed, von dem sie ein Kind erwartet.

So nimmt das Gespräch seinen Lauf, bei dem man einiges über die allesamt sympathischen WG-Bewohner erfährt. Jonas hat z.B. schon mal eine Nacht mit Anna verbracht. Fienchen und Benny waren mal ein Paar, bis sie ihren Kinderwunsch äußerte und er homosexuell wurde. Richtig amüsant wird es als Achmed dann zu Besuch kommt und die Mitbewohner nach dessen Auftritt entscheiden sollen, ob er oder die Flüchtlinge das Zimmer bekommen. Was ist jeder wirklich bereit aufzugeben? Ein Highlight am Ende ist das Gespräch zwischen Sophie und ihrem Vater via Skype. Er bezahlt nämlich die Wohnung und möchte, dass seine Tochter endlich erwachsen wird.

Mehr verrate ich nicht, falls der ein oder andere Lust bekommen hat sich das Stück anzusehen. Es ist wie gesagt sehr kurzweilig, und ich fand es fast schade als es um 21:15 Uhr schon zu Ende war. Die Charaktere gewinnt man richtig lieb. Ich hätte den Schauspielern gerne noch länger zugeschaut. Jeder hat so perfekt in seine Rolle gepasst.

Achtung: es gibt nur noch zwei Spieltermine (April/Mai) und einer davon ist bereits fast ausverkauft!

Die Aktion ‚ich bin Theater-Patin/Pate‘ – Schauspiel für Kindern

Auf dem Weg nach draußen wollte ich mir noch einen Flyer für die aktuelle Spielzeit mitnehmen, denn der Theaterbesuch hat meinem Mann und mir richtig gut gefallen. Dabei bin ich auf die tolle Aktion ‚Ich bin Theater-Pate, denn…‘ gestoßen.

Es wird dazu aufgerufen Theater-Pate zu werden und so bei jeder mit einem Kind besuchten Vorstellung einen Stempel zu sammeln. Kann man drei Stempel auf der Theater-Paten-Karte  vorweisen, dann ist der vierte Besuch bereits kostenlos. Diese Bonuskarte gibt es an allen Theaterkassen in Düsseldorf und gilt für einen Erwachsenen und ein Kind. Das kann das eigene Kind oder ein Kind aus Bekanntenkreis und Nachbarschaft sein. So soll auch Kindern die Möglichkeit eines Theaterbesuchs gegeben werden, die sonst vielleicht nicht dazu kämen.

Drei Statements und Motive von den Postkarten, die es zu der Aktion gibt, stelle ich dir vor, weil ich sie so super fand:

  1. Ich bin Theater-Patin, denn… der Weg zum Kopf muss durch das Herz geöffnet werden. (Hassa Ibrahim, Strategieberaterin und im Vorstand des Fördervereins Junges Schauspiel, mit ihrem Sohn Jakob (8)
  2. Ich bin Theater-Pate, denn… man sieht nur mit dem Herzen gut. (Rajiv Strauß, Referent für Kultur im Büro des Oberbürgermeisters und Vorsitzender Förderverein Junges Schauspiel, mit seine Nichte Maja (5)
  3. Ich bin Theater-Patin, denn gemeinsames Sehen ist doppeltes Erleben. (Charlot Kühn, Abiturientin aus Duisburg, mit ihrer Nachbarin Emilie (12)

 

 

 

 

Wenn du nähere Informationen haben möchtest, hier ist der Kontakt:

karten-junges@duesseldorfer-schauspielhaus.de oder 0211/8523710

Meine Tochter (4) hat schon zwei Mal mit dem Kindergarten das junge Schauspielhaus besucht. Das eine Stück war wohl mehr geeignet als das andere. Wenn sie 5 wird, werde ich uns die Bonuskarte auf jeden Fall besorgen.

Nach dem Theater

Da unser Theaterbesuch schon um 21.15 Uhr zu Ende war, sind wir erst anschließend Essen gegangen. In 5 Minuten kannst du zu Fuß vom Central zur Immermannstraße laufen, wo es die vielen, guten japanischen Restaurants gibt. Welche Erfahrung wir dort gemacht haben, kannst du bald hier nachlesen. Wir haben es uns auch nicht nehmen lassen und nach dem Restaurantbesuch noch einen Abstecher in die derzeitige Inn-Bar von Düsseldorf gemacht. Lese dazu gerne diesen kleinen Artikel.

Unsere Date-Night war amüsant und lecker. Nachahmung gerne empfohlen. 🙂

Was unternimmst du gerne mit deinem Mann ohne Kinder, wenn sich die meist seltene Gelegenheit bietet? Was sind deine Tips für eine perfekte Date-Night mit Ehemann?

Nachtrag:

An dem Wochenende hat unser Sohn wieder viel gehustet und erhöhte Temperatur gehabt. Sonst bin ich immer bei jedem Husten gleich zum Kinderarzt gerannt oder in die Notfallambulanz gefahren, wenn Wochenende war. Diesmal nicht, weil sonst auch immer nichts schlimmes gewesen ist und entweder nur Hustensaft oder gar nichts verschrieben wurde. Das war ein Fehler. Mehr zu Lungenentzündung und Bronchitis bei Kleinkindern kannst du hier lesen.

Mama-Papa-Zeit: unser Wochenende in Paris

Mama-Papa-Zeit: unser Wochenende in Paris

Sich trauen die Kinder abzugeben – die wichtige Rolle der Großeltern

Im Februar haben mein Mann und ich seit der Geburt unseres zweiten Kindes (also seit 1,5 Jahren) endlich das erste Mama-Papa-Wochenende zusammen verbracht. In Paris. Wir haben das große Glück, dass meine Schwiegereltern in der Nähe wohnen. Sie haben die Kinder gerne um sich und sind noch sehr rüstig für ihr Alter. Jeden Freitag ist bei uns Großeltern-Tag, wenn diese nicht auf Reisen oder in ihrer Wohnung an der Cote d’Azur sind. Daher haben beide Kinder eine gute Bindung und viel Vertrauen zu ihrer Großmami und dem Großvater. Trotzdem hat es über ein Jahr lang gedauert bis wir uns getraut haben beide Kinder über mehr als eine Nacht ‚abzugeben‘ und uns dabei so weit zu entfernen, dass wir nicht in der Not wieder schnell zur Stelle sind. Ich finde, dass man das auch wirklich erst tun sollte, wenn man soweit ist. Wenn man sich voll und ganz sicher sein kann, dass die Kinder gut aufgehoben sind und ihre Eltern kaum vermissen werden. Ansonsten könnte man doch die kostbare Zeit nicht unbeschwert genießen.

Unser kleiner Sohn und seine große Schwester (4) haben sich unheimlich auf dieses Wochenende gefreut, weil wir sie auch entsprechend darauf vorbereitet haben. Ich habe ihnen immer wieder erklärt, dass die Eltern unbedingt mal Zeit für sich alleine brauchen, damit sie wieder Kraft tanken können. So wie bei einem Akku, der irgendwann aufgeladen werden muss. Das Übernachten bei den Großeltern haben wir auch vorher geübt. Erstmal nur eine Nacht und mit Mama und Papa in der Nähe. Meine Schwiegereltern machen ihre Sache wirklich hervorragend. Beide Kinder fühlen sich bei ihnen absolut geborgen und zuhause. Also war die die Vorfreude auf ein langes Wochenende bei Großmami und Großvater gesichert, und wir konnten völlig entspannt unsere kleine Reise antreten.

Ich frage mich oft wie Eltern ihr Leben meistern ohne die Unterstützung von den eigenen Eltern oder Schwiegereltern. Es gibt wohl mittlerweile in vielen Städten Initiativen, die sogenannte Leih-Omas und -Opas vermitteln. Ältere Leute, die selbst keine Enkelkinder haben, bieten ihre Unterstützung an und übernehmen gerne für eine bestimmte Familie die Rolle der Großeltern. Die besten Freunde meines Vaters, die leider kinderlos geblieben sind, machen das zum Beispiel mit Begeisterung. Ich würde jedem empfehlen diese Chance in Anspruch zu nehmen. Ein Versuch ist es wert.

Endlich Zeit – nur für uns

Was mich zu der Planung dieses Wochenendes im Februar angetrieben hat? Es war einfach Zeit, dass mein Mann und ich sich mal wieder um uns kümmern. Um uns als Paar, ohne Kinder und fernab der eigenen vier Wände. Es ist doch oft so, dass der Alltag überhand gewinnt. Irgendwann gehen kleine, aber wichtige Rituale wie der Gute-Nacht-Kuss verloren, ohne dass man es gewollt und gemerkt hat. Man kommt an den Punkt wo man sich fragt, ob eigentlich noch alles in Ordnung ist. Man hofft es. Da ich ab April wieder arbeiten werde, wollte ich unser Wochenende gerne noch vor Ablauf der Elternzeit verbringen. Mit einigermaßen freiem Kopf. Außerdem sind meine Schwiegereltern ab Ostern immer für 6 Wochen in Südfrankreich. Mitte Mai, wenn im heimischen Garten die Rhododendren blühen, kommen sie wieder nach Hause.

Paris natürlich – immer eine Reise wert

Ein Ort der Sehnsucht ist für uns immer Paris. Auch nicht zu weit weg von zuhause. Die Entscheidung war schnell gefallen. Eigentlich wollten wir mit dem Thalys fahren, aber den hätten wir schon früher buchen müssen. Fliegen war wesentlich günstiger. Die Flugzeiten hatte ich so gewählt, dass wir die Kinder nach dem Frühstück auf dem Weg zum Flughafen am Freitagmorgen bei den Schwiegereltern abgegeben haben. Wir sind nur mit Handgepäck gereist, was viel Zeit spart. Kaum im Flugzeug gesessen habe ich die Augen zu gemacht und mir zuerst eine Portion Schlaf gegönnt. Fantastisch. Mit dem Roissy-Bus sind wir vom Flughafen direkt zum Place d’Opéra gefahren. Dort war auch unser Hotel. Um die Abfahrtstelle dieses Busses zu finden, mussten wir uns durchfragen und noch ein ganzes Stück laufen. Die Beschilderung am Flughafen war katastrophal. Je nachdem um welche Uhrzeit man fahren möchte, ist es wahrscheinlich besser den Zug zu nehmen und dann vom Gare du Nord mit der Metro weiter zu fahren, um Staus zu umgehen. Ich habe die Busfahrt genutzt, um unseren Freitagabend zu organisieren. Den hatten wir uns noch offen gelassen. Samstag und Sonntag war bereits komplett verplant. Aus Spaß habe ich mal auf der Seite vom Moulin Rouge nach Tickets geschaut. Da wollte ich schon immer mal hin. Und siehe da – es gab tatsächlich noch Tickets. Dafür liebe ich meinen Mann, dass er für solche Aktionen auch gleich zu haben ist. Eine Karte hat zwar 150 Euro gekostet, aber das war uns egal. Alles mitnehmen, was geht. Wer weiß, wann wir das nächste Mal wieder die Chance haben Paris ohne Kinder zu besuchen. Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind, als die Abbuchung von der Kreditkarte durch war und ich meine Moulin Rouge Online Tickets auf dem Handy hatte. Die Vorstellung sollte im 21 Uhr beginnen.

Unser Hotel – direkt an der Oper

Unser Hotel Richmond, ein drei-Sterne Haus fußläufig nur 5 Minuten von der Oper entfernt, hatte ich über booking.com gebucht (für nur 100 Euro pro Nacht). Das fand ich schon ungewöhnlich günstig für diese Lage in Paris. Es war zwar Februar, aber trotzdem war es das Valentinstags-Wochenende und Chinese New Year. Ich war etwas nervös, aber umsonst. Das Hotel war ein wirklich ordentliches Haus, vielleicht aus den 60er Jahren mit nostalgischer, in die Jahre gekommener Einrichtung. Es hatte den Charm, den ich eigentlich mag. Unser Zimmer war verhältnismäßig groß und sauber. Das Personal an der Rezeption war sehr freundlich.

Pünktlich zur blauen Stunde waren wir dann auf der Champs Elysee. Dort haben wir noch Schaufenster angesehen und dann im Restaurant Brasserie d’Alsace gemütlich und sehr gut zu Abend gegessen. Ich fand es herrlich, dass ich mich nicht mit dem Metronetz befassen musste, sondern einfach meinem Mann folgen konnte. Der begreift die Pläne immer ganz schnell und kennt sich ohnehin gut aus in Paris. Er hat vor 20 Jahren dort ein Jahr gelebt als er ein Praktikum bei Cerruti machte.

Ein Abend im Moulin Rouge – mit Champagner

Um 20 Uhr standen wir vor der roten Mühle des echten Moulin Rouge im Vergnügungsviertel Pigalle in Montmartre, um die Ferrie Show zu sehen. Wer den gleichnamigen Baz Luhrmann Film mit Ewan McGregor und Nicole Kidman noch nicht kennt, sollte sich den unbedingt mal anschauen. Er wurde mit 2 Oscars ausgezeichnet. Die Organisation dieses Varieté Theaters von 1886 hat uns sehr beeindruckt. Jede Vorstellung ist in der Regel ausverkauft. Es gibt 850 Plätze, und die Show wird um 21 Uhr und um 23 Uhr aufgeführt. Zwischen der ersten und der späten Aufführung hat das Theater-Team genau 20 Minuten Zeit, um die Zuschauer hinauszugeleiten, die Plätze sauber zu machen und die bereits wartenden Zuschauer einzulassen. Es gibt keine reservierten Sitze. Mit einer Stunde Vorlaufzeit hatten wir noch sehr gute Plätze in der Mitte des Saals. Die vorderen Reihen waren bereits von den Zuschauern besetzt, die um 19 Uhr Dinner gebucht hatten. Bis es mit der Show los ging, sorgte eine Band und zwei Sänger für Unterhaltung. Für 10 Euro konnte man beim Online-Ticket-Kauf eine Flasche Champagner buchen. Die stand auch sehr schnell auf unserem Tisch und hat fantastisch geschmeckt, obwohl ich sonst eigentlich selten Alkohol trinke. 😉 Im Moulin Rouge gehört das dazu.

Die Show war spektakulär. Ein Highlight jagte das Andere. Am Anfang habe ich erst mal nur Glitzer und Brüste gesehen (die Hälfte der Tänzerinnen sind oben herum nackt). Neben den ständig wechselnden Kostümen und Bühnenbildern in den Tanznummern gab es außerdem Auftritte von Akrobaten auf Rollschuhem, Zwergponys und Tigerphytons in einem großen Aquarium. Der Gesang sollte den Anschein wecken, dass er Live sei. Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass es Playback war. Das hat uns aber nicht weiter gestört.

Trödelmärkte am Port de Clignancourt – ein kleines Abenteuer

Es war herrlich am Samstag auszuschlafen und in einem Straßencafé zu frühstücken. Wir haben den halben Tag auf den Floh/Antikmärkten am Porte de Clignancourt verbracht.

 

 

 

 

Mit der Metro fährt man ca. 25 Minuten vom Zentrum aus. Mein Mann und ich können stundenlang trödeln (auch ohne etwas zu kaufen). Immerhin haben wir uns zwei Drucke aus den 20er Jahren als Souvenir gegönnt. Die ältere Dame, die uns die Bilder verkauft hat, war etwas durcheinander. Sie hat uns statt zwei Bildern nur eins (und dann auch noch ein ganz Falsches) eingepackt. Leider haben wir nicht darauf geachtet, was sie uns eingepackt hat, sondern in der Zeit weiter gestöbert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hervorragend zu Mittag gegessen haben wir in dem Flohmarktviertel bei Chez Arnaud – ein kleiner Familienbetrieb, in dem nur Einheimische saßen. Als wir am Nachmittag zurück in der Innenstadt am Place de la Madeleine waren, um drei ältere Damen (seine damaligen Chefinnen) aus Patricks Praktikumszeit in einem Café zu treffen, wollten wir stolz unsere Schätze präsentieren. Gott sei Dank haben wir es schon in dem Café gemerkt, dass wir ein falsches Bild bekommen hatten. Also sind wir nach einem sehr netten Gespräch mit den Damen noch mal den ganzen Weg zurück gefahren/gelaufen und haben uns die richtigen Bilder geschnappt. Die Verkäuferin war sichtlich beschämt. Sie wollte uns sogar ein Taxi bezahlen. Das haben wir nicht in Anspruch genommen und es trotzdem pünktlich und umgezogen in die Opéra Garnier geschafft. Ohne ein bisschen Abenteuer wäre es ja auch langweilig.

Ballett in der Opéra Garnier – die Créme de la Créme

In der Pariser Oper – ich hatte uns schon von zuhause aus Karten für das Ballett Onegin besorgt – haben wir dann zufällig den COO der Firma getroffen, für die mein Mann arbeitet. Kleine Welt. Der COO arbeitet in London, hat aber mit seinem Lebensgefährten die Home Base in Paris. Ein wirklich nettes Gay Couple, das uns in den Pausen zu Champagner eingeladen hat. Schon wieder Champagner für mich! 😉 Die Aufführung war unglaublich schön – so wie ich es mir gewünscht hatte. Ich liebe Ballett, und am besten gefallen mir einfach immer noch die klassischen Inszenierungen mit großen Bühnenbildern und opulenten Kostümen. Wer die Geschichte von Onegin nicht kennt und dramatische Literaturverfilmungen mag, dem kann ich den gleichnamigen Film mit Liv Tyler und Ralph Fiennes empfehlen. Gegessen haben wir an dem Abend übrigens bei Exki – ganz auf die Schnelle vor der Aufführung. Exki ist eine belgische, gesunde, quality-Fastfood-Kette. Für die Kinder haben wir Mitbringsel in der Passage des Princes gekauft. Diese Passage aus dem Jahr 1860 gehört zu den schönsten der berühmten, überdachten Pariser Passagen. Hier gibt es fast ausschließlich Spielwarengeschäfte: für Mädchen auf der einen und für Jungen auf der anderen Seite. Meine Tochter hat einige Babypuppen der französchichen Marke Corolle. Meiner Meinung nach die hübscheste Babypuppe auf dem Markt. Ich könnte zwar auf den Vanilleduft verzichten, aber die Gesichter sind so schön. Für die Püppchen haben wir also neue Oufits ausgesucht (u.a. eine Latzhose mit Eifelturm). Für den kleinen gab es ein Hammer-Spiel in Form eines Krokodils aus Holz von der französischen Marke Djeco. Ich bin schon lange großer Fan von den Djeco Spielzeugen, weil das Design sehr geschmackvoll ist.

Spaziergang und Museum – an der Seine in Sonne

Am Sonntag haben wir nach dem Frühstück im schöne Grand Café Capucines einen langen Spaziergang durch den Tuileriengarten und an der Seine gemacht. Die Sonne schien und wir hatten richtig Frühlingsgefühle. Bei Ladureé haben wir Maccarons für die Schwiegereltern und für mich gekauft. Eigentlich finde ich die von Pierre Hermé noch besser, aber ein Geschäft lag nicht auf dem Weg.

Zum Lunch waren wir mit einem Cousin meines Mannes, der in Paris lebt, und dessen Freundin zum Brunch verabredet. Cousin Christopher hatte das sehr nette Nola Restaurant im Two Stories an einem Kanal ausgesucht – ein Insider-Tip. Das Essen war hervorragend, die Bedienung unheimlich aufmerksam, das Publikum hauptsächlich junge Locals und einige Familien. Mein Mann hat sich besonders über die Live-Klaviermusik gefreut.

Anschließend sind wir noch schnell durch das schöne Musee d’Orsay gelaufen, wo es unabhängig von den Renoirs, Monets und Manets auch noch eine Sonderausstellung zu Edgar Degas gab. Degas ist ja berühmt für seine Tänzerinnen-Bilder, die ich immer schon mal im Original sehen wollte. Die Ausstellung war also ein wunderbarer, runder Abschluss zu unserem vom Tanz geprägten Pariswochenende. Das Museum an sich (ein altes Bahnhofgebäude) ist übrigens schon einen Besuch wert. Dort gibt es auch ein sehr schönes Café/Restaurant mit tollem Ausblick.

Für die Dauerausstellung von Jugendstil-Möbeln hatten wir leider kaum noch Zeit. Nur zwei Zimmer konnten wir uns anschauen. Diese Formen müssen damals so verrückt und modern gewesen sein. Ich kann mich sehr dafür begeistern und frage mich, ob dieser Stil nicht irgendwann eine Renaissance erlebt.

Wieder Zuhause – alles gut

Am Ende unsere Reise ist es noch ein bisschen hektisch geworden, weil der Rossy Bus sehr voll war und lange bis zum Flughafen gebraucht hat. Gut, dass wir nur mit Handgepäck gereist sind.
Gegen 21:30 Uhr waren wir wieder zuhause, wo die Großeltern mit den schlafenden Kindern gewartet haben, bzw. unsere Tochter war noch wach. Sie durfte vom aufregenden Wochenende mit Großmami und Großvater erzählen und ihre Geschenke auspacken.

Uns allen hat dieses Wochenende sehr gut getan. Natürlich habe ich die Kinder zwischendurch ein bisschen vermisst, aber es ging ihnen ja gut. Mein Mann und ich hatten richtig verliebte Momente, und wir zehren jetzt noch von den schönen Erlebnissen. Verschaff dir mehr Mama-Papa-Zeit, wann immer es möglich ist oder sich die Gelegenheit bietet. Auch die Kinder spüren es und haben etwas davon, wenn die Eltern wieder näher beieinander sind.

Blog-Empfehlung – Paris mal anders

Sollte es für dich auch mal wieder nach Paris gehen, kann ich dir sehr den Blog ‚Paris mal anders‘ empfehlen, zu dem ich in diesem Artikel schon ein paar Mal verlinkt habe. Hier findet man schnell Hilfe zu relevanten Themen wie Metro und ein paar Geheimtips.

An welchem Ort hast du das letzte Mama-Papa-Wochenende verbracht? Welchen Kurztrip kannst du für Eltern, die mal ohne Kinder unterwegs sein möchten, empfehlen?

Der Maulwurf mit dem Aa auf dem Kopf – im Theater

Der Maulwurf mit dem Aa auf dem Kopf – im Theater

Das Theater

Am Sonntag, den 25. Februar habe ich mit meiner Tochter zum ersten Mal das Theater am Schlachthof (TAS) in Neuss besucht. Über einen Flyer in einem Restaurant bin ich erst auf die Einrichtung aufmerksam geworden, obwohl es das Theater bereits seit 1994 gibt.

Das TAS Neuss bietet neben Kindertheater auch Schauspiel, Kabarett und Lesungen für Erwachsene an (vielleicht eine Idee für unseren nächsten Mama-Papa-Abend?). Für Jugendliche gibt es spannende Projekte wie ein Improvisations-Theater-Duell.

 

 

 

 

 

Das Gebäude, in dem sich die Theaterräume befinden, ist eine ehemaligen Lackfabrik. Es gibt zwei separate Eingänge für das Kinder- und das Erwachsenentheater. An der Hauswand hängen große Plakate mit Zitaten von Goethe, Eminem und Kästner, die zum Nachdenken anregen. Mit Parken hatten wir keine Probleme. Es gab genügend Plätze direkt am Theater.

Es war sehr kalt an diesem Sonntag. Ich hatte die Befürchtung, dass wir frieren werden im ‚Schlachthof‘, aber es war ordentlich eingeheizt. Nur auf den Toiletten haben wir leicht gefröstelt (obwohl die toll ausgestattet waren mit Wickeltisch und Windeln!). Eigentlich sieht man von allen Plätzen aus gut. Trotzdem gibt es am Eingang ein Regal aus dem man sich Auto-Sitzerhöhungen für die Kinder nehmen darf, damit auch die Kleinsten gut sehen. Super Idee! Nach dem Stück haben auch alle Eltern die Sitze wieder mitgenommen und ordentlich ins Regal geräumt.

 

 

 

 

Meine Tochter & ihre Theatererfahrung

Meine Tochter ist jetzt vier Jahre alt und hat bereits ein bisschen Theater-Erfahrung. Ihr Kindergarten macht regelmäßig Ausflüge zu Familienkonzerten in der Tonhalle, zu Kinderstücken im Schauspielhaus Düsseldorf und zur Naturbühne in Ratingen am Blauen See. Mit uns hat sie ein paar Mal das Puppentheater an der Hemholtzstrasse in Düsseldorf besucht. Der Krefelder Weihnachtszirkus gehört seit 2 Jahren zu unserem festen Program. Trotzdem müssen wir aufpassen, dass wir sie nicht überfordern. Während Zirkus und Konzerte kein Problem sind, fängt sie bei Theaterstücken doch oft an sich zu fürchten. Sie kann dann Realität und Fiktion nicht unterscheiden. Das geht uns auch oft bei Büchern so.

Die letzten beiden Besuche im Puppentheater mussten wir abbrechen, weil z.B. ein sprechender Pullover mit großen Kulleraugen für sie zu viel war. Er hat ihr richtig Angst gemacht. Die Geschichte über den Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat, kannten wir bereits aus dem gleichnamigen Kinderbuch.

Das Stück war für Menschen ab 3 Jahren ausgeschrieben, also wollte ich gerne den Versuch wagen. Eigentlich sollte noch eine Kindergartenfreundin mitkommen, die aber leider am Morgen wegen Krankheit absagen musste. Da war die Laune meiner Tochter und die Motivation ins Theater zu gehen schon nicht mehr groß. Ich habe sie trotzdem überredet, dass es doch auch Spaß macht mit der Mama mal alleine etwas zu unternehmen.

Das Stück

Das Stück hat eine gute Stunde ohne Pause gedauert. Der Maulwurf wurde von einer sehr sympathischen Schauspielerin verkörpert. Was mich tatsächlich irritiert hat war, dass sie so groß ist. Denn es ist in dem Buch ja immer die Rede von dem KLEINEN Maulwurf. Ihre nicht weniger nette Kollegin schlüpfte in alle verschiedenen Tierrollen, die dem Maulwurf auf seiner Suche nach dem Schuldigen Übeltäter begegnen. Ich musste an manchen Stellen richtig laut über die Interpretation der unterschiedlichen Charaktere lachen.

Es war so unterhaltsam: da war u.a. die eingebildete Ziege mit Handtasche, die versucht dem Maulwurf das Gehen wie eine Fotomodel beizubringen. Sie war so genant, dass sie nur hinter dem Baum ihr Geschäft verrichten konnte. Da war der Hase, der als Karate-Meister mit Stirnband mit seinen Hasenkniddeln um sich schoss. Da gab es das müde Pferd, dem alles zu anstrengend war und das ständig Äpfel kaute. Am lustigsten war das Schwein, das sich mit Badekappe, Schwimmring und Klobürste im Komposthaufen vom Maulwurf suhlte und Platt sprach. Es wurde wirklich nicht langweilig.

Trotzdem gab es wieder den Moment bei dem meine Tochter verkrampfte und mir ins Ohr flüsterte, dass sie jetzt nach Hause gehen möchte: als sich der Maulwurf am Abend auf seinen Hügel setzte und anfing zu weinen, weil er nicht das richtige Tier gefunden hat, das ihm den Haufen auf den Kopf machte. Das war zu echt und zu traurig. Als der Maulwurf dann ankündigte, dass er noch den bösen Hund treffen muss vor dem er so Angst hat, war es fast soweit, dass wir gehen mussten. „Wir wissen doch aus dem Buch, dass der Hund eigentlich gar nicht böse ist,“ sagte ich. So kurz vor Schluss aufzustehen und zu gehen, wäre schade gewesen. Also sind wir geblieben.

Gott sei Dank war der Hund sehr goldig und lieb. Er entschuldigte sich beim Maulwurf, und die beiden haben sich wieder vertragen. Der Maulwurf hat nämlich dem Hund als Retourkutsche ein Häuflein auf den Kopf gesetzt während er sich ausgeruht hat.

Bevor wir aufgestanden sind fragte meine Tochter, ob der Maulwurf echt sei. Ich sagte „nein mein Schatz – das ist eine ganz normale Frau, die Schauspielerin ist und gerne für Kinder lustige Geschichten im Theater spielt. So wie die Omi manchmal“ (meine Mutter betreibt ein kleines Theater in der Eifel). Damit war es dann gut.

Am Ausgang standen die beiden Schauspielerinnen in ihren Kostümen und haben die Kinder verabschiedet. Dabei hat jedes Kind ein Ausmalbild in Postkartenformat mit dem Maulwurf als Give-Away bekommen. Mit solchen Kleinigkeiten kann man einen Theaterbesuch wunderbar abrunden und Kinder glücklich machen. Neben dem Regal mit den Auto-Sitzen stand auch ein Behälter mit zusammengerollten Maulwurf-Postern zum Stück, die man ebenfalls umsonst mitnehmen durfte.

Ich fand die Inszenierung sehr gelungen und durchaus geeignet für 3-Jährige, wenn man vorher mit dem Kind das Buch gelesen und es die Geschichte verstanden hat. Da es ständig um die unterschiedlichen Formen von Aa geht, gibt es immer was zu lachen. Das Bühnenbild und die Kostüme sind mit viel Liebe gestaltet. Die Schauspielerinnen Monika Sobetzko und Barbara Wegener verkörpern ihre Rollen bezaubernd.

Direkt neben dem Theater gibt es übrigens einen Spielplatz mit einem großen Klettergerüst und einer Seilbahn. Eher was für die größeren Kinder, aber meine Tochter hat sich trotzdem gefreut noch etwas rum zu klettern nach einer Stunde still sitzen.

Maulwurf-Termine

Alle Kinderstücke des TAS Neuss sind auch für Sondervorstellungen buchbar – mein Ausflugs- und Kultur-Tip für alle Kindergärten und Kitas in der Umgebung!

Den kleinen Maulwurf gibt es noch bis Juli 2018 zu sehen. Momentan sind Karten für jeweils zwei Vorstellungen im Mai/Juni/Juli verfügbar. Die Termine davor sind bereits ausverkauft!
Im Vorverkauf kostet ein Ticket 6,60 Euro für Kinder und 8,80 Euro für Erwachsene. Ich finde die Preise absolut fair und hätte auch mehr bezahlt.

Wer an dem Wochenende 14./15. April noch nichts vor hat, kann das Stück sogar umsonst bei der Neusser Kinder- und Familienmesse sehen. Außerdem wird es wohl auch einen Vorgeschmack auf die zwei neuen Kinderstücke des TAS geben: Bremer Stadtmusikanten und Fug & Janina.