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Es kann ganz schnell gehen: Lungenentzündung & Bronchitis bei Kleinkindern

Es kann ganz schnell gehen: Lungenentzündung & Bronchitis bei Kleinkindern

Wenn man ein Mal nicht gleich zum Arzt geht

Letztes Wochenende haben mein Mann und ich zu unserer großen Freude mal wieder Date Night gehabt. Die Kinder durften eine Nacht bei den Großeltern verbringen. Was wir Schönes an dem Freitagabend unternommen haben, kannst du hier nachlesen. Als wir unseren Sohn (1,5) und unsere Tochter (4) morgens zu meinen Schwiegereltern gebracht haben, ging es beiden eigentlich prima. Ein bisschen Husten und Schnupfen ist ja seit November letzten Jahres eigentlich normal. Erst am Abend hat die Großmami uns geschrieben, dass es dem Kleinen nicht so gut geht, aber es gab noch keinen Grund zur Sorge.

Als wir aus dem Theater kamen, habe ich dann per SMS gelesen, dass er ein bisschen Fieber hat. Die Kinder haben so oft Temperaturschwankungen, dass wir entschieden haben unseren Abend deshalb nicht abzubrechen. Ich hatte vorsorglich Zäpfchen mit eingepackt.

Am nächsten Vormittag sind wir zu meinen Schwiegereltern gefahren, um gemeinsam zu Mittag zu essen und die Kinder abzuholen. Unser Sohn befand sich schon im Mittagsschlaf und ist mit erhöhter Temperatur aufgewacht. Er war gar nicht fit und wollte nur auf dem Arm sein. Der Husten war etwas schwerer geworden, so dass er sich später nach dem Essen vor Husten übergeben musste. Vielleicht hätten wir da schon reagieren und ins Krankenhaus fahren sollen. Wenigstens zum Abhören der Lunge.

Falsche Entscheidung

Da wir wissen wie voll es oft am Wochenende in der Kinder-Notfallambulanz ist und das Warten auch Stress für den Kleinen bedeutet hätte, haben wir uns entschieden nicht dorthin zu fahren. ‚Es wird schon wieder werden‘ war der Gedanke. Auch am Sonntag ging es unserem Sohn nicht wirklich gut. Er hatte zwar kein Fieber mehr, wollte aber nicht spielen und kaum etwas essen. Der Husten war tagsüber ok, aber am Abend beim Einschlafen so heftig, dass er sich wieder übergeben musste. Am Montagmorgen bin ich dann direkt zum vertretenden Kinderarzt gefahren, da unsere Ärztin Urlaub hatte.

Als der Arzt mir sagte, dass mein Sohn  ganz schön krank sei und mich fragte, warum ich ihm denn keinen Fiebersaft gegeben hätte, da bekam ich so ein schlechtes Gewissen, dass ich gerne im Erdboden versunken wäre. Er diagnostizierte eine schwere Bronchitis und Verdacht auf Lungenentzündung. Wie konnte das bloße passieren? Ich habe die vergangene Woche Revue passieren lassen. Mir fiel einfach keine Gelegenheit ein, bei der sich unser Sohn hätte besonders unterkühlen können. Wir passen immer sehr auf. 

Antibiotikum und Co.

Wir mussten noch am gleichen Tag mit Antibiotikum starten, Tropfen zur Erweiterung der Bronchien sowie Fiebersaft geben. Der Fiebersaft war wichtig, damit sich der Allgemeinzustand verbesserte und der Kleine wieder genug trank und aß. Die Nacht war dann schon wesentlich besser als die anderen zwei Nächte zuvor.

Am nächsten Tag haben wir uns wieder zur Kontrolle beim gleichen Arzt vorgestellt, der dann leider die Lungenentzündung bestätigt hat. Ich habe immer gedacht, dass man dann gleich ins Krankenhaus muss, aber der Arzt erklärte mir, dass wir außer der Gabe der Medikamente nichts unternehmen müssten, bzw. könnten. Am dritten Tag war der Allgemeinzustand schon fast wieder normal. Unser Sohn hat mit Appetit gegessen und tagsüber kaum noch gehustet. Dass ihm das Atmen schwer fällt, hat man noch gehört.

Gute medizinische Versorgung in Deutschland

Ich bin so überaus dankbar, dass wir in einem Land leben, wo es ganz schnell medizinische Hilfe und Medikamente gibt. Mit einer Lungenentzündung ist nämlich wirklich nicht zu spaßen. Mein Mann hat mir dazu erst gestern einen aktuellen, sehr guten Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung weitergeleitet: Bitte unbedingt hier nachlesen. Oft resultieren die Lungenentzündungen aus verschleppten Erkältungen, die nicht ordentlich auskuriert wurden. Die Folgen können verheerend sein. Außerdem können Viren, Pilze, chemische Substanzen und Bakterien eine Lungenentzündung auslösen. Unser Sohn war in den letzten Wochen immer erkältet. Durch die Eingewöhnung in der Kita war er mehr Stress ausgesetzt als sonst. Außerdem war er dort mit vielen Kindern zusammen, die auch alle gehustet und genießt haben. Durch Tröpfcheninfektion, also beim Sprechen, Lachen und Niesen, werden Pneumokokken (Keime) leicht übertragen.

Deshalb lege ich jedem ans Herz immer gleich mit den Kind zum Arzt zu gehen, wenn es anfängt regelmäßig zu husten. Man darf nicht denken, dass die Ärzte genervt sind, weil man wegen jeder kleinen Erkältung in die Praxis rennt. Lieber ein Mal mehr abhören als zu wenig. Viellicht hätten wir das Ausmaß der Erkrankung unserer Sohnes abwenden können, wenn wir gleich am Samstag zum Arzt gegangen wären und Medikamente bekommen hätten.

Wieder fit

Morgen ist das Antibiotikum aufgebraucht, und am Dienstag gehen wir wieder zum Arzt. Dem Kleinen geht es Gott sei Dank gut. Er hustet kaum noch – nachts gar nicht mehr. Die Atmung ist wieder normal. Die Medikamente haben wirklich sehr schnell gewirkt.

Ich werde hier in einem Nachtrag berichten wie der Befund am Dienstag ausgefallen ist und ob unser Sohn schon wieder in die Kita gehen kann. Am Mittwoch wäre eigentlich mein erster Arbeitstag nach der abgelaufenen Elternzeit…. aber das soll uns egal sein. Hauptsache der Kleine ist wieder gesund!

Hast du schon Erfahrung mit Bronchitis und Lungenentzündung gesammelt? Dann teile diese doch gerne in einem Kommentar.

3 Kommentare

  1. Andrea sagt

    Unsere Tochter hat regelmäßig pseudokruppartigen Husten, obwohl sie dafür laut Kinderarzt eigentlich schon zu alt ist. Die Bronchien sind ganz klar ihre Schwachstelle und wenn es sie mal erwischt hat, ist der Husten ganz furchtbar und herzerweichend. Nie hätte ich in diesem Zusammenhang an eine mögliche Lungenentzündung gedacht. Bisher ist dies ja auch zum Glück noch nicht vorgekommen, aber dein Artikel hat mich da doch hellhörig werden lassen (im wahrsten Sinne). Ich hab das jetzt auf jeden Fall auf dem Radar. Ganz liebe Grüße, Andrea/ Umishappykidz

    • mamanille.blog sagt

      Liebe Andrea, ich danke dir vielmals für dein Feedback! Von diesem Pseudokrupp-Husten habe ich schon so oft gehört und gelesen, aber Gott sei Dank sind unsere Kinder davon bis jetzt verschont worden.
      Das mit der Schwachstelle Bronchien ist bei unserem Sohn wohl auch der Fall. Wenn man es weiß, kann man noch vorsichtiger sein und immer darauf achten, dass sich das Kind bloß nicht erkältet. Und wenn der Husten begonnen hat, gleich beim Arzt abhören lassen…
      Jetzt sind erst mal Pfingstferien und der Sommer beginnt bald. Da sind die Kinder hoffentlich eine Weile erkältungsfrei! 😉
      Alles Gute für euch,
      Julia

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